
Screenshot: Play Auditorium (via jens-oliver.de). Auch für iPhones
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Es ist wieder soweit. In der letzten Woche sind wieder viele neue und interessante Schiffe im Ravenport eingelaufen. Ein Sampling-Synthesizer-Software zum Musik herstellen mit wenigen Klicks, ein Röhren-Xylophon, ein paar gute und schlechte Ideen, Richard Dawkins‘ Hass-Mails, George Orwell über sich und das Schreiben und andere mehr. Komm mit, ich werd sie dir zeigen.
Lust, etwas musisch-kreativ zu sein? Ich stelle vor: Die Tonematrix von André Michelle. Fragt mich nicht, wie das Ding funktioniert, ich bin weder Musiker noch Informatiker, um es erklären zu können. Einfach auf ein paar Felder des 16×16-Feldes klicken und schauen was passiert.
Ich garantiere: die nächsten fünf Minuten gehen fürs Ausprobieren drauf.
Vor längerem mal hatte ich das Musik-Spiel Auditorium entdeckt, wer es nicht kennt, hat etwas verpasst. Nun habe ich entdeckt, dass es ein iPhone-App gibt. Das Spiel ist geradezu prädestiniert dafür, weil es sich viel angenehmer auf einem Touchscreen spielen lässt.

Surreal: 17 Images You Won't Believe Aren't Photoshopped (Part 7)
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Und wenn wir schon bei Musik sind … Dieser Bastler hat sich aus PVC-Rohren eine Art Orgel-Xylophon gebastelt und beeindruckt sein Publikum mit einem Medley aus bekannten Liedern, darunter auch Griegs „Die Halle des Bergkönigs“, Super Mario darf natürlich auch nicht fehlen, ebenso James Bond, und Lady Gagas Bad Romance ist auch dabei.
Blue Man Group, nur ohne „blue“ und „group“.
Was würdest du dir wünschen, wenn du drei Wünsche frei hättest? Mehr Wünsche? Das geht nicht. Dieser Herr hier hat eine bessere Idee …
Von wegen guten Ideen. Diese ist in meinen Augen keine gute. Selma Blair einfach so von der Bettkante zu schubsen. Naja …
(Das animierte GIF ist übrigens aus Cruel Intentions bzw. Eiskalte Engel)
Auf cracked.com gibt es eine Sammlung von Bildern, die von Trollen sofort als „FAKE“ verschrien würden, aber offenbar sind sie es nicht.
Und wenn ich grad bei Trollen bin … Selbst vom Vorzeige-Atheisten Richard Dawkins kommt Weihnachtsstimmung auf. Was gibt es Schöneres, als sich im Kreis von Freunden vor dem warmen Kamin die Hass-Mails von wütenden Fundamentalisten vorzulesen. Vorsicht: Derbe Sprache.

U.S. Departement of Molestation
Via feminisnt.com
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Nun zu ein paar ernsteren Dingen. Die Terrorangst geht um. In den USA sind an verschiedenen Flughäfen die Ganzkörper-Scanner eingeführt worden. Leider sind die verschrienen „Nacktscanner“ nicht so effizient, wie man sich erhofft hatte, also ist man auf einen Ersatz ausgewichen, die nicht viel anders als normale Röntgenapparate funktionieren. Die Passagiere, die sich nicht bestrahlen lassen wollen, haben nun die Option, sich stattdessen bis auf die Unterwäsche auszuziehen und von Bundesagenten von oben bis unten begrapschen zu lassen. Furry Girl, eine junge Frau aus dem Adult Business macht vor, wie man den Spiess umdreht. (Vorsicht die Seite ist teilweise NSFW)
Better humiliate, than being humiliated.
In die gleiche Kerbe schlägt der Artikel von Leon de Winter (aus dem Holländischen von Stefan Frank), wo der Journalist ein Gedankenexperiment macht, was wäre, wenn Terroristen Schweden wären. Es zeigt sehr schön auf, wie blöd wir eigentlich sind im Zusammenhang mit Terror und unserer Panik darüber.
Und zum Schluss noch etwas Aufbauenden. George Orwell, der Autor von „nineteen eighty-four“ und von „Animal Farm“ hatte 1946 einen Artikel darüber verfasst, wieso er schreibt.
George Orwell: Why I Write.
~ Dani Vega
5 Kommentare
Marc
30. November 2010 von 08:37 (UTC 1) Link zu diesem Kommentar
Ich finde es beruhigend, dass du Dawkins und Trolle im gleichen Atemzug nennst. Mehr sage ich dazu nicht.
Gruss
Marc
Vega
30. November 2010 von 09:36 (UTC 1) Link zu diesem Kommentar
Hi Marc,
Sorry, ich hab’s andersrum gemeint. Wobei … deine Variante funktioniert auch
Gruss Dani
Marc
8. Dezember 2010 von 09:06 (UTC 1) Link zu diesem Kommentar
Dani, Dawkins ist in meinen Augen ein Troll.
Klar, die Leute die ihn einfach dumpf beschimpfen zeugen auch nicht von besonders viel Feingefühl oder Intellekt und besudeln damit das, wofür sie vorgeben einzustehen, nämlich ihren “Glauben”. Ich zweifle ernsthaft daran, dass diese Leute verstanden haben worum es geht.
Ich verstehe halt nicht was einen Menschen dazu treibt zu versuchen die Existenz von jemandem zu widerlegen, den es doch seiner Meinung nach gar nicht gibt. Kannst du meine Verwirrung nachvollziehen? Aber clever ist er. Für seine “virtuellen Widerlegungen” kassiert er sogar noch eine Menge Kohle.
Einfach zu gut. Vielleicht sollte ich mir auch sowas suchen und damit reich werden. Es müsste halt ein anderes Thema, Gebiet sein.
Grade fällt mir Don Quichote ein. Gemeinsam haben die zwei, dass beide keinen Erfolg haben. Nur macht eben Dawkins noch viel Geld mit seinen nutzlosen Bemühungen.
Verkehrte Welt …
Gruss
Marc
Vega
8. Dezember 2010 von 10:11 (UTC 1) Link zu diesem Kommentar
Hi Marc,
Ich möchte jetzt keine Religionsdebatte losreissen, aber eine kurze Reaktion möcht ich doch loswerden.
Ich stelle mich weder hinter noch gegen Dawkins. Mit dem Filmchen wollte ich nur zeigen, wie armselig ich diese verbohrten Fundamentalisten finde, die sich die Mühe machen, Dawkins eine Mail zu schreiben, um ihre Wut rauszulassen oder ihr Gewissen zu beruhigen. Das sind bestenfalls Sandkastenargumente à la “du bist doof” – “bin ich nicht” – “doch” etc.
Was du aber anschneidest, ist etwas ganz anderes und darüber möchte ich jetzt ein paar Worte äussern.
Dawkins bewegt sich in einem Feld, wo er alles zu erklären versucht bzw. alles hinterfragt (er ist ja ein Skeptiker). Die Wissenschaft stellt ihm die Werkzeuge dazu bereit.
Was er nicht beachtet, ist die Tatsache, dass seine Haltung etwas Wesentliches ausblendet. Nämlich Sinn.
Die (insbesondere Natur-)Wissenschaften dekonstruieren, falsifizieren, konzeptualisieren etc. was nicht falsch ist, das hat durchaus seine Berechtigung. Aber der Mensch wird dadurch komplett ausser Acht gelassen, ist völlig irrelevant. Genau wie existenzielle Fragen (Sinn des Lebens, Leben nach dem Tod, wieso tu ich das überhaupt, was ich tue etc.).
Für den einzelnen Menschen sind diese Fragen -in welcher Form auch immer sie auftauchen- unerlässlich, und ein Glaube bietet Orientierungshilfen, um selber Antworten zu finden (Glaube soll Antworten nicht vorschreiben, das wäre das andere Extrem).
Über die Rationalität von Religion zu diskutieren, führt zu nichts. Nicht weil die eine oder andere Position im Recht ist, sondern weil sie sich in unterschiedlichen Sphären aufhalten (oder sollten) und eine Gegenüberstellung nicht wirklich funktioniert. Äpfel und Birnen.
Wichtig ist meines Erachtens letztlich nur, dass man seinen persönlichen Weg zwischen Rationalität und Glauben findet, sie nicht als Gegensätze sieht und sich weder auf das eine noch das andere versteift.
Gruss Vega
Marc
8. Dezember 2010 von 22:41 (UTC 1) Link zu diesem Kommentar
Hi Dani
Keine Angst, nichts lag mir ferner, als eine wie du richtig erkannt hast sinnfreie Diskussion vom Zaun zu brechen.
Skepsis ist in Ordnung. Hinterfragen, gut. Alles erklären? Mit Hilfe ausschliesslich (natur)wissenschaftlichen Methoden? Halte ich persönlich für unmöglich. Die Naturwissenschaften haben nämlich das Problem, dass sie in der Vergangenheit eigentlich nichts zu suchen haben (messen, wägen, experimentieren). Ist klar worauf ich damit hinaus will? Sie können Aussagen über Dinge machen, die sie “ausprobieren” können, aber nicht über etwas – zumindest nicht ohne ein Mindestmass an Unsicherheit einzugestehen – was gestern oder noch früher passierte. Und je weiter zurück, desto grösser das Mass an Unsicherheit.
Ich bin übrigens froh, dass du keine Reli-Diskussion möchtest. Ich auch nicht.
Im Gegenteil, ich finde es erfrischend und hilfreich über ein abgegrenztes Thema zu diskutieren. Ich liebe es zu diskutieren und es gibt leider nicht viele Menschen, die diese Liebe – in dem Sinne wie ich es verstehe – teilen. Die meisten wollen einfach nur schnell zum Ende kommen. Schade, da entgeht ihnen was. Eine gute Diskussion ist doch eine Bereicherung für beide, im Idealfall. Zumindest bietet sie die Möglichkeit, seinen Standpunkt hinterfragen zu lassen und ihn zu überdenken, falls nötig.
Gruss
Marc