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[Rezi] Panik – Jason Starr

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Cover zu „Panik“

Die Blooms haben alles, was man sich wünschen kann. Jede Menge Geld, ein luxuriöses Haus, die Tochter hat soeben ihr Kunststudium erfolgreich abgeschlossen, Papa Adam ist ein gefragter und erfolgreicher Psychologe in New York. Alles ist perfekt – für einen bösartig gestrickten Thriller von Jason Starr. Denn dieser Autor liebt genau eine solche Bilderbuchausgangslage. Diesmal schickt er der versnobten Bonzen-Vorzeigefamilie das Unheil in Form zweier Einbrecher ins Haus. Adam Bloom fühlt sich in seiner Privatsphäre so gestört, dass er zum Revolver greift und einen der beiden Eindringlinge mit zehn Schüssen niederstreckt. Der zweite kann mit knapper Not entkommen. Die Schüsse zerstören nicht nur den Körper des Einbrechers, sondern auch das beschauliche Leben der Familie Bloom: Unter der makellosen Fassade des Hauses brodelte es indes schon längst. Mama Bloom pflegt seit längerer Zeit eine Affäre mit ihrem Fitnesstrainer Tony, Töchterchen Marissa nimmt Drogen und schläft mit jedem Kerl, den sie kriegen kann und Adam hat sich ganz in seine Arbeitswelt zurückgezogen, da ihm das Eheleben so richtig zuwider und fade geworden ist.
 
Nicht genug damit, dass die Lokalpresse den „schiesswütigen Seelenklempner“ in der Luft zerreisst, nein, bald kommen auch Drohbriefe bei den Blooms an, die sich gegen Adam richten. All das führt dazu, dass die schwelenden Konflikte der Blooms offen ausbrechen. Marissa will den Rosenkrieg ihrer Eltern nicht länger mit ansehen und flüchtet in die Arme ihres neusten Lovers, Xan. Adams Frau versucht derweil, ihre Affäre zu beenden und Adam fühlt sich zum ersten Mal im Leben total hilflos. Der Leser indessen weiss: irgendjemand im Hintergrund hilft dem Chaos im Hause Bloom kräftig nach und tut alles, um es noch zu verstärken. Ist es derselbe, der Adam die Drohbriefe schickt? Handelt es sich gar um den zweiten, flüchtigen Einbrecher? Als die Haushälterin in ihrer Wohnung ermordet wird, ist eins klar: Wer immer dahinter steckt, treibt ein perfides, gnadenlos mörderisches Spiel mit den Blooms …
 
Ich mach’s kurz und bündig: Für mich der bisher beste Starr-Roman, der sämtliche Stärken dieses sehr eigenständigen Schriftstellers beinhaltet: Eine fulminant ausgetüftelte und erzählte Story, rasantes Tempo, ebenso sarkastischer wie treffender Humor, lebensnahe Figuren mit all ihren Abgründen, finstere Sozial- und Medienkritik. Man kann, nein, darf gar nicht aufhören zu lesen und am Ende ist man enttäuscht, weil’s vorbei ist. Da bleibt nur eins: Das nächste Starr-Buch besorgen. Übrigens nicht nur ein Muss für Thriller-Liebhaber, sondern auch für Fans von Palahniuk sehr empfehlenswert!
 
Sprache / Stil: 9/10
Figuren: 9/10
Handlung: 9/10
Schlusswertung: 9/10 Punkte
 
~ LordpronG

Panik. Roman.
Von Jason Starr.
Aus dem Englischen von Ursula Kösters.
Erschienen beim Diogenes-Verlag, 2010. 560 Seiten.
ISBN: 978-3-257-24040-5

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://ravenport.ch/2011/05/panik/

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