Liebe Leser,
Ihr dürftet bereits gemerkt haben, dass sich etwas geändert hat.
raVenport kleidet sich seit gestern in neuem Gewand. Das alte „mystique“-Design wurde zugunsten des neueren „graphene“-Designs ersetzt.
Der Grund war der, dass das alte Design nicht mehr auf dem neusten Stand war, seit WordPress in den vergangenen Monaten ein Update nach dem anderen hochgeschaltet hat.
Die grösste Neuerung am Blog ist aber keine optische, sondern eine im Hintergrund, und die möchte ich kurz vorstellen.
Vielleicht gibt es jemand unter euch, der wie ich bis gestern, noch nie vom sogenannten „Child Theme“ gehört, geschweige denn seinen Nutzen erkannt hat.
Obwohl dieses „Kinderdesign“ eigentlich für Designentwickler gedacht ist, eignet es sich auch für Leute wie mich, die nur über ein wenig HTML- und CSS-Kenntnisse verfügen und so gut wie keine Ahnung von PHP haben.
Das Kinderdesign
Das Prinzip des Child Themes ist simpel. Statt ein komplett neues und autonomes Design zu programmieren, nimmt man ein bereits vorhandenes als Grundlage und nimmt Anpassungen an den Dateien vor, die man geändert haben möchte. Das Child Theme übernimmt also alles von seinem „Parent“, es sei denn, man bringt dem Kind etwas Neues bei.
Die Mindestvoraussetzung für ein Child Theme ist ein neuer Ordner im Theme-Verzeichnis (lokalisiert: [euer WordPress-Verzeichnis]/wp-content/themes ) und dort drin ein Stylesheet mit dem Dateinamen „style.css“ mit folgendem Inhalt:
/*
Theme Name: [Design] Child
Theme URI: http://www.xxxxxxx.xx
Description: Child theme for the [Design] theme
Author: Dani Vega
Author URI: http://www.xxxxxxx.xx/about
Template: [Design (Gross, -Kleinschreibung beachten)]
Version: 0.0.X
*/
@import url("../[Design]/style.css");
/* Your modification goes under this line */
„[Design]“ natürlich durch den Namen des übergeordneten Designs ersetzen und die übrigen fehlenden Informationen ersetzen.
Bis auf „Theme Name“ und „Template“ sind alle Informationen optional. Bei Template zeigt ihr der WordPress-Software, auf Basis welches Designs euer Child Theme aufgebaut ist und der Theme Name erscheint im Admin-Bereich unter Designs.
Die letzten beiden Zeilen bedeuten, dass alle Informationen aus dem Stylesheet des übergeordneten Designs übernommen werden. Wenn ihr ein komplett neues Stylesheet erstellen wollt (wovon ich euch abrate), könnt ihr die Zeilen auch weglassen.
Wenn ihr nun z.B. denkt, dass ihr vor alle externen Links ein Pfeilchen machen wollt (so wie dieser zu Google), gebt ihr den entsprechend Code unter allem anderen ein. Oder wenn ihr global alle Links unterstrichen haben wollt. Oder was auch immer.
Oder wenn ihr komplette Templates verändern wollt (z.B. wie die Archive dargestellt werden), erstellt ihr die entsprechende PHP-Datei und lädt sie ins Child-Verzeichnis hoch. Sie ersetzt dann die vom Parent Theme übernommene Datei.
Im Admin-Bereich unter den Designs ist nun euer neues Design mit dem vorhin definierten Theme Name erschienen und ihr könnt es aktivieren.
Natürlich kann man sich die Frage stellen, ob sich der Aufwand lohnt mit dem Child Theme. Vielleicht tut er das nicht, aber für mich persönlich gibt es immer wieder Dinge, meist kleine Sachen, die mich nerven. Falls der Entwickler des Designs nämlich irgendwann entscheidet, eine neue Version zu erstellen, steht ihr vor der Wahl, entweder das Update sein zu lassen, oder all eure individuellen Änderungen zu verlieren. Mit dem Child Design kann der Entwickler sein Design zehnmal updaten, das Child wird nicht angerührt, aber dennoch kommen die neusten Änderungen in Anwendung.
Soviel zum neuen Design. Nun wenden wir uns wieder den wichtigen Dingen zu.
~ Dani Vega
PS: weiterführende Infos zu den Child Themes auf folgenden Seiten: