Kategorienarchiv: Metaschreiben

Geschriebenes über das Schreiben

[Meta] Romanfiguren ausfragen und kennenlernen

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Diejenigen unter euch, die an Romanen oder anderen langen Projekten schreiben, kennen sicher das Problem, wenn der Protagonist zu oberflächlich bleibt, zu wenig glaubhaft, zu konstruiert; oder kurz: nicht menschlich. Ich kenne das Problem sehr gut und habe immer wieder meine liebe Mühe, es zu lösen. Ich habe es schon mit Figureninterviews versucht, habe auch …

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[Meta] Braindump #1

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Angefangen hat es mit ein paar simplen Gedanken, die ich mir übers Schreiben machte. Ich stellte mir die Frage: Gibt es etwas in der Welt, das mich stört und das ich ändern würde, wenn ich könnte? Keine Stunde später war etwas entstanden, das ich einen Braindump nenne – eine assoziative Gedankenkette, eine Bestandsaufnahme von Mechanismen …

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[Meta] Der Esel Roman

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Es war einmal ein Esel, der hiess Roman. Der war seinem Besitzer und Reiter Autor treu und loyal ergeben und trug ihn mühelos über Stock und Stein, über Wiesen und Wege. Romans Kraft schien unerschöpflich, zeitenweise trug er seinen Reiter und dessen Bürde und nahm sogar noch einige edle Damen auf seinen Rücken: die Spannung, …

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[Meta] Schreiberstöckchen #1

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Frohe Ostern allerseits! Ich habe mich dieses Jahr nicht wirklich am Ostereiersuchen beteiligt, aber bin dann unerwarteterweise doch auf eine Art „Osterei“ gestossen, das fast in der Versenkung meiner ToDo-Liste verschwunden wäre … In der Blogosphäre machen immer mal wieder sogenannte Buchstöckchen die Runde, wie ich vor kurzem auch eines von Jos-truth mitgenommen habe. Jo …

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[Meta] Buchstöckchen #1

Jo von jos-truth.de hat ein Stöckchen liegengelassen, das ich gerne mal aufnehmen möchte. Das Prinzip ist einfach: Auf einem Blog findet man ein Stöckchen, bestehend aus verschiedenen Fragen (hier zu Lese- und Buchvorlieben). Man übernimmt die Fragen und beantwortet sie selber. Und schon wieder liegt ein neues Stöckchen zum Mitnehmen bereit, das man auch jemandem …

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[Meta] The Difference between Case and Topic

Im Rahmen der Schreibgruppe Writers‘ Circle habe ich eine Präsentation zur Unterscheidung von Fallbeispiel (= „case“) und Thema (= „topic“) gehalten, und wie diese Unterscheidung den eigenen fiktionalen oder nicht-fiktionalen Texten mehr Tiefe verleihen kann. Ich möchte die Zusammenfassung der Präsentation dir als Blogleser vorenthalten, da die Diskussion sehr gut in meine Kategorie „Metaschreiben“ hineinpasst. Der Text ist auf Englisch, weil die Korrespondenzsprache in der Schreibgruppe ebenfalls Englisch ist.
 
Last summer I did an academic paper about the urban sport Parkour in Basel. My lecturer recommended me afterwards to differentiate between “Case” and “Topic” to get a better overview of the paper.
Case means: what you are working with, where your study takes place, what element makes your paper special.
Topic means: what kind of topics/themes/frames do you discuss in your paper through the case you’ve chosen.
[...]
My way of writing, i.e. my style, is similar to the way I write academic papers. So, I thought, why not use the differentiation of case and topic for fictional stories?

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[Meta] Schreib über das, was du kennst

Schreib über das, was du kennst.
 
Diesen Satz hab ich schon oft in Schreibratgebern gelesen, aber ich habe nie ganz begriffen, was er bedeutet. Bis jetzt zumindest …
Ich meine: Wenn du Fantasy schreibst oder Science-Fiction, wie sollst du dann über fabelhafte Wesen und Monster schreiben, über Magie oder dann über Raumschiffe, Androiden und Aliens? Das ginge doch gar nicht. Also habe ich den Satz einfach ignoriert und munter vor mich hinfantasiert in meinen Geschichten.
 
In folgendem Artikel mache ich mir Gedanken, dass es in diesem Satz nicht um Fachwissen geht, sondern um etwas sehr viel Zentraleres: Um den Menschen. Jede Geschichte handelt von Menschen (oder menschähnlichen Wesen), die miteinander und gegeneinander agieren und interagieren. Nimmt man den Rahmen einer Fantasy- oder Sci-Fi-Geschichte weg und betrachtet nur die Menschen, dann merkt man auf einmal, wie sie sich in ihren Grundzügen gar nicht so sehr von uns echten Menschen unterscheiden. Eigentlich überhaupt nicht.
 
Ich bin davon überzeugt, dass ein Autor nicht ein armer Irrer in seinem stillen Kämmerlein ist, der mit seinen Hirngespinsten ringt, sondern jemand, der mit offenen Sinnen durch die Welt marschiert, beobachtet, analysiert und seine Erkenntnisse bewusst oder unbewusst in seine Geschichten einflechtet.
 
Ohne echte Menschen, ohne echte Erlebnisse bewegst du dich als Autor im Kreis, wärmst immer wieder von neuem deine Figuren auf, die sich aus irgendwelchen bruchstückhaften Erinnerungen zusammensetzen, und erzählst dem Leser nichts, das er nicht bereits weiss.
 
Aus diesen Gedanken heraus nehme ich den erwähnten Satz auseinander und möchte dich an meinen Gedankengängen teilhaben lassen. Ich glaube, dass du als Autor mehr kennst, als du dir zutraust, wenn du nur ein bisschen besser hinschaust oder -hörst. Und vielleicht kann ich dich mit meinen Gedanken sogar zum Grübeln bringen.
 
Wenn du mehr wissen willst, lies meinen Artikel. Ich habe auch einige Beispiele parat, die meine Überlegungen veranschaulichen werden.
Ich wünsche viel Spass und freue mich auf deine Rückmeldung!

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[Meta] Der Erzähler und seine Brille

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Die Welt durch die Brille eines anderen
© westphalen, flickr.com

Ich habe sehr lange gedacht, dass es ein Hauptziel des Autors ist, möglichst präzise wiederzugeben, was in der Romanwelt geschieht. Das ist nicht grundsätzlich falsch, möchte man doch schöne Landschaften, dreckige Slums, kurzum: aussergewöhnliche und mitteilungswürdige Schauplätze möglichst realitätsgetreu (sofern sie real existieren) oder möglichst plastisch (sofern sie erfunden sind) beschreiben und im Kopf des Lesers entstehen lassen. Schliesslich hat man sich schon die Mühe gemacht, genau zu recherchieren oder hat sich hunderte von Karten und Skizzen gezeichnet, da soll der Leser von dieser Arbeit auch etwas sehen. Doch wie viel soll man als Autor von der Welt zeigen? Wann ist es zu viel, wann zu wenig?
Ich denke, dass das für viele Romane die falschen Fragen sind. Es geht doch gar nicht darum, der erschaffenen Welt an sich gerecht zu werden, sondern der Welt wie sie der Erzähler sieht.

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[Meta] Über das Potenzial von Texten

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… und wie es falsch ausgeschöpft werden kann

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Das Potenzial des Anfangs (by Vega)

Viele Schreiber fürchten sich vor einem leeren Blatt.
Langsam wird mir klar, dass das nicht von daher rührt, weil der Autor keine Ideen hat, sondern weil er viel zu viele Ideen hat. Ein leeres Blatt, oder noch besser: ein unbeschriebenes Blatt könnte zu allem Möglichen werden: Ein Liebesbrief, ein Einkaufszettel, ein Gekritzel, das beim Telefonieren entsteht, oder mehr aufs Romanschreiben bezogen: die erste Seite des Romans, Seite X von Kapitel Y, oder der dritte, verworfene Entwurf von Seite dreiundzwanzig, die einfach nicht so wird, wie man sie gerne hätte.
Renée Zellweger hatte in ihrem Film „Miss Potter“, wo sie die Kinderbuchautorin Beatrix Potter verkörpert, einmal gesagt: Es gebe nichts Schöneres, als eine Geschichte zu beginnen, weil man noch nicht wisse, wohin sie dich führt.
 
Ich setze mich im Artikel mit meinem ersten Romanprojekt auseinander, bei dem ich das Gefühl habe, das Potenzial nicht ausgeschöpft zu haben. Ausserdem habe ich mir aus diversen anderen Gründen selbst ein Bein gestellt und möchte mit dieser Schilderung zeigen, wo es gehapert hat.
Vielleicht kann ich dadurch dem einen oder anderen Leser die Augen öffnen und allfälligen Frust ersparen.

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[Meta] Ein neues Genre?

Collage von “Alice im Wunderland„, “Wächter der Nacht„, “der Dunkle Turm„

Collage von „Alice im Wunderland“, „Wächter der Nacht“ und „der Dunkle Turm“ (by Vega)

Was verbindet z.B. Carrols „Alice im Wunderland“ mit Kings „Der dunkle Turm“ und mit Lukianenkos „Wächter der Nacht“?
Diese drei sind nur eine kleine Auswahl von Büchern (und Filmen), die sich in meinem Bücherregal sammeln und scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Aber wenn ich genauer hinschaue, finde ich auf einmal einen gemeinsamen Nenner…

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