Von einem Moment zum nächsten befindet sich Dima auf einer tropischen Insel. Zuvor hatte ihn ein Fotograf um ein Foto gebeten und nach dem Blitzlicht spürt der russische Junge Sand unter sich. Eine unwirkliche Situation, aber wenigstens wird er von Kindern seines Alters begrüsst und in den Trupp aufgenommen, der sich „die Ritter des scharlachroten Schildes“ nennt.
Dima befindet sich auf einem Archipel mitten im Meer. Das Archipel besteht aus vierzig Inseln, allesamt von Kindern aus aller Welt bevölkert. Es verbindet sie ein gemeinsames Ziel: Sie alle wollen zurück nach Hause.
Doch da gibt es ein Problem. Die Entführer lassen nur die Gruppe nach Hause, welche die Herrschaft über alle vierzig Inseln gewinnt. Alle anderen bleiben auf der Insel, bis sie zu alt werden oder sterben, was letztlich dasselbe ist. Und die Herrschaft kann eine Gruppe nur dadurch erlangen, indem es die anderen Bewohner überwältigt.
Ein aussichtloses Unterfangen, aber die einzige Hoffnung. Dima und die anderen Kinder sind je länger je mehr zu allem bereit. Wenn es nicht anders geht, auch zu töten …
Kategorienarchiv: Mehrweltengeschichten
Ein Mehrweltengeschichte, ist ein Roman/Film/eine Geschichte, in dem/der die Protagonisten sich entweder in unterschiedlichen Welten/Existenzebenen befinden oder sogar dazwischen hin und her reisen. „Narnia“ ist z.B. eine oder „Unendliche Geschichte“, aber auch „Otherland“ oder „Wächter der Nacht“.
[Rezi] Die Ritter der vierzig Inseln – Sergej Lukianenko
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[Rezi] Wächter der Nacht – Sergej Lukianenko
Anton ist ein Mitglied der Nachtwache, auch „die Lichten“ genannt, die Bewahrer des Guten. Seine und ihre Aufgabe ist es, die Tagwache, auch die „Dunklen“ genannt, am Ausüben von böswilligen Handlungen gegenüber den Menschen zu hindern.
Anton ist kein Neuling, aber auch keine einflussreiche Figur im Schachspiel der Mächtigen. Er ist ein Magier vierten Grades und eigentlich kein Aussendienstler. Er kennt sich aus mit Computern und hat nur an wenigen Einsätzen teilgenommen, geschweige denn ernsthaft gekämpft.
Eines Tages wird Anton auf die Fährte eines Jungen angesetzt. Er hat den Verdacht, dass etwas nicht stimmt. Er hat recht. Ein Pärchen hat den Jungen zu sich gelockt. Kein menschliches Pärchen, sondern Vampire. Ein Mentor und eine frisch initiierte, die nach Blut dürstet. Nun gut, Vampire sind auch nur Menschen – oder sagen wir menschenähnliche Wesen – mit Bedürfnissen, nur ist ihres eben das Blut von gewöhnlichen Menschen.
Gelegentlich werden Lizenzen verteilt, Menschen zum Abschuss freigegeben. Das klingt hart, aber ermöglicht den Lichten im Gegenzug die Möglichkeit, eine gute Tat zu vollbringen im komplizierten, vertraglich gebundenen Kräfteverhältnis zwischen Licht und Dunkel.
Aber auf diesen Jungen ist keine Lizenz ausgestellt. Das ist illegal. Wie Wilderei. Die Vampire müssen bestraft werden.
Doch bei diesen Untoten wird es nicht bleiben. Vampire sind nur ein kleiner Teil der Gefahren, denen Anton und die Nachtwache gegenüber steht …
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[Rezi] Hard-Boiled Wonderland und das Ende der Welt – Haruki Murakami
Der Roman ist bestimmt von zwei Protagonisten: der eine lebt im Tokyo Ende der Achtziger, der andere in einer bizarren Parallelwelt. Die beiden Ich-Erzähler sind sich ziemlich ähnlich, haben ähnliche Charakterzüge, aber je weiter die Geschichte fortschreitet, desto mehr beschleicht einem das Gefühl, dass das Ich in Tokyo viel schräger unterwegs ist das Ich in der Parallelwelt.
Während Ersterer von einem Wissenschaftler gebeten wird in seiner Tätigkeit als „Kalkulator“ Daten zu berechnen und verschlüsseln und in den Mahlstrom zweier verfeindeter Organisationen namens „System“ und „Fabrik“ gerät, so liest Letzerer als „Traumleser“ in den Schädeln von toten Einhörnern die so genannten „alten Träume“, wobei ihm niemand sagen kann, wofür das überhaupt gut sei.
Doch in so unterschiedlicher Lage sich die beiden auch befinden, sie haben mehr gemeinsam, als man zu Beginn annehmen mag.
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[Rezi] Avatar. Aufbruch nach Pandora – James Cameron
Nein, es gibt kein Buch zum Film. Diese Rezension behandelt den am letzten Freitag im Kino ausgestrahlten Film. Ist nicht ganz das Konzept meines Blogs, aber wer sagt denn, dass ich mein Konzept nicht anpassen kann ![]()
Wie ist es, wenn man sich im Körper eines anderen aufhält? Und nicht in einem anderen Menschen, sondern in dem eines Na’vi, den blauhäutigen Bewohnern des Planeten Pandora, welchen die Menschen nach Ressourcen umgraben wollen?
Wie ist es für die Na’vi? Wie ist es für die Menschen? Dämonen, Hampelmänner, oder doch die Möglichkeit, sich in die Lage seines Gegenübers hinein zu versetzen?
Die Fragen sind nicht einfach und sind die Problematik, die sich über den ganzen Film spannt. Hinzu kommt das Verhältnis friedliebendes Naturvolk, gegenüber Kolonialismus und Kapitalismus des Weissen Mannes.
Wen diese Beschreibung abschreckt, dem kann ich versichern, dass es im ganzen Film nicht wirklich um das Was, sondern das Wie der Umsetzung geht.
James Cameron erntet das grösste Lob, das ich geben kann. Hätte ich eine Bewertungsskala von 1-5 (5=Top), dann erhielte er eine 6.
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[Rezi] Everworld – K.A. Applegate (Band 1+2)
Was tust du, wenn du in einem Moment frühmorgens in Chicago am Strand bist und im nächsten an den Handgelenken gefesselt an einer Felswand über einem See baumelst? Am ehesten in den Arm kneifen, um zu sehen ob du träumst oder gar wahnsinnig geworden bist. Aber Moment … deine Arme sind ja in Ketten gelegt. Die Armschellen drücken sich in deine Handgelenke. Drei deiner besten Schulfreunde befinden sich zu beiden Seiten von dir. Ihren Gesichtern zufolge haben sie nicht mehr Ahnung, was abgeht als du.
Nachdem du einem Wikingerschiff zu deinen Füssen zugesehen hast, wie die Passagiere – Wikinger wie aus dem Bilderbuch – ihrem Gott ein Opfer darbringen, beginnst du dich allmählich zu fragen, was zum Teufel das eigentlich soll.
Hat Senna etwas damit zu tun?, fragst du dich, denn deine Freundin ist schon immer etwas eigenartig gewesen. Wegen ihr bist du auch erst an den Strand gegangen. Irgendwie wusstest du, dass du an genau dem Zeitpunkt dort sein müsstest. Und dann befindest du dich in einer unwirklichen Welt, die sich auf einmal realer anfühlt als die, von wo du gekommen bist …
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[Rezi] Projekt Babylon – Andreas Wilhelm
Im südfranzösischen Languedoc entdeckt Schafhirte eine eigenartige Höhle. Sie ist voller Schriftzeichen und Symbole, ein blauer, unirdischer Schimmer erfüllt sie, und am Ende gibt es ein unnatürliches, pechschwarzes Nichts. Ein Loch in der Wirklichkeit.
Peter Lavell und Patrick Nevreux zwei Wissenschaftler, wie sie ungleicher nicht sein könnten, erhalten von der UN den Auftrag diese Höhle zu untersuchen. Mit der Unterstützung der Sprachwissenschaftlerin Stefanie Krüger gehen sie dem mysteriösen Gewölbe auf die Spur und beginnen seine Ränke zu entwirren.
Doch es bleibt nicht bei der Erforschung der Höhle. Bald interessieren sich zweifelhafte Organisationen, anonyme Gestalten ebenfalls dafür. Die drei Forscher wissen nicht mehr, wem sie vertrauen sollen …
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[Rezi] Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegen – Mitch Albom
Eddie ist 83 und arbeitet im Vergnügungspark Ruby’s Pier. Von den Besuchern wird er liebevoll „Eddie Wartung“ genannt, weil das so hinten auf seinem Overall steht.
Durch ihn bleiben die Achterbahnen und Karusselle sicher, denn er prüft ihre Zahnräder, Schrauben, Kabel, Bremsen und alles was dazugehört.
Doch eines Tages gerät die Kabine von Freddy’s Free Fall-Turm aus den Angeln. Eddies Mitarbeiter können rechtzeitig hochklettern und die Insassen retten. Doch als sich die Kabine löst, erblickt Eddie ein Mädchen, das genau darunter steht. Er ignoriert sein böses Knie, wirft seinen Gehstock weg und rennt zum Mädchen.
Eddie wacht auf. Er fühlt sich jung und frisch, obwohl er noch ganz der Alte ist. Ein eigenartiger Mensch begrüsst ihn und erklärt, dass Eddie nun fünf Menschen treffen wird, die entweder für sein Leben wichtig gewesen waren oder Eddies Leben für sie wichtig gewesen war.
„Weshalb?“, fragt Eddie. Der Mann lächelt und sagt: „Um zu erfahren, dass dein Leben nicht so nutzlos gewesen ist, wie du denkst …“
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