Unter dem Dreigestirn der Drachengöttinen lebten die Menschen mit den Drachen von Land, Luft und Feuer einst friedlich nebeneinander. Doch Drydd vom Wasser, der von der Ehre der drei Schwestern nichts abbekam, war neidisch geworden. Zusammen mit seinem Sohn Zarzunabas, dem Heerführer über untote Geister und Kadaver, schmiedete er einen Plan, um die Herrschaft der drei Schwestern zu brechen.
Phuram der Sonnengott, ein niederer Drache im Vergleich zum Dreigestirn, fristete ein trübes Dasein unter den drei Schwestern. Seine Macht war nur gering. Ohne sein Mittwissen bezog ihn Drydd in die schrecklichen Machenschaften mit ein. Phuram beging Verrat. Zwar konnte er die Schwestern nicht töten, aber er zerstückelte und bannte sie mit drei mächtigen Schwertern, deren unheiliges Metall nicht von dieser Welt stammte.
Phurams Macht wuchs schlagartig und er genoss seine Herrschaft, während die Welt unter seinen unerbittlichen Strahlen litt und starb. Doch nicht alles lief nach Phurams Wunsch. Er wurde mit einem Fluch belegt. Eines Tages würde sich ein Schleier über sein Antlitz legen und dreizehn Auserwählten aus den Reihen der Menschen die Möglichkeit bieten, die Drachengöttinnen zu befreien.
Natürlich treffen die Anhänger Phurams alle erdenklichen Vorkehrungen, damit dieser Tag nie eintritt. Zarzunabas selbst bewacht die Ruhestätte der drei Schwestern. Ein fein gesponnenes Netz aus Magie verwehrt jedem Drachen den Eintritt. Nur die Menschen können es passieren. Doch da sind noch die untoten Scharen des Kadaverfürsten und Eisschichten mit der Dicke von Jahrtausenden, die ein Durchkommen verunmöglichen.
Wird die Welt je von der Herrschaft Phurams befreit werden? Oder wird es ihm letzten Endes gelingen, jeden Flecken der Erde mit seinem strahlenden Feuer zu verbrennen?
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[FCh-Rezi] Die Drachen – Julia Conrad
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[Rezi] Darf ich Zahlen? – Günter M. Ziegler
Math inside. Soll das eine Drohung sein? Das würde bedeuten, die Rechnung ohne Deutschlands smartesten Mathematikprofessor zu machen. Denn Günter M. Ziegler beweist in einem grandios unsachlichen Sachbuch: Mathe ist 8000 Prozent cool.
Psst, wer erkennt die 119/100? Oder wer hat Lust auf eine Kurvendiskussion beziehungsweise die Formel für die „ideale Frau“? Oder lieber die für sexy Schuhe, Käsesandwich, Einparken? Sagen wir bald Zwanzigeins statt 21? Ist es wahr, 42 ist die Antwort auf alles? Günter M. Ziegler präsentiert das Angst-Grusel-Horror-Fach der Deutschen, wie Sie es noch nie gesehen haben: als abenteuerliche Gedankenreise und witzig-gelehrte Unterhaltung. In keinem Fall wird er Zahlen in den Raum stellen, um die Diskussion zu versachlichen. Bei Ziegler brauchen Sie keine Rechnung. Garantierter Frustrationsindex: Null. Denn eines ist klar: Wir können nicht alle unterdurchschnittlich sein in Mathe.
(Quelle)
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[Rezi] Im Bett mit Kant oder das Gefühl von Nichts am frühen Morgen – Robert R. Smith
Ich verwende nachfolgend die Höflichkeitsanrede, da es der Stimme des Erzählers im Buch entspricht.
Stellen Sie sich vor, sie liegen im Bett und Descartes sitzt am Bettrand. Er weckt Sie auf und erklärt Ihnen seine allbekannte Formel „ich denke, also bin ich“ anhand des Aufwachens. Vom Nicht-Ich-Sein des Schlafens zum Ich-Sein des Erwachens.
Stellen Sie sich weiter vor, Sie befinden sich in der U-Bahn und träumen von den Ferien, von einem Leben in der Karibik, an weissen Sandstränden mit türkisblauem Wasser. Neben Ihnen auf der Bank sitzt Nietzsche und erklärt Ihnen, dass das ein Zeichen von Schwäche ist. Die Flucht aus dem Alltag in eine zweite Welt, wo man sich heimischer fühlt als in der Realität. Sie hätten jederzeit die Möglichkeit, etwas daran zu ändern, aber es ist einfacher, den gewohnten Rhythmus des Alltags zu bestreiten.
Oder stellen Sie sich vor, sie befinden sich auf einer Party und Macchiavelli erklärt Ihnen, dass eine Party sehr viel mehr mit einem Anlass voll von Diplomaten, Politikern und Würdenträgern gemein hat, als man meint, dass Sie die Wirkungskraft des zusammengewürfelten Aufeinandertreffens nicht unterschätzen dürfen und dass dieses Aufeinandertreffen von Ihnen für Ihre Zwecke manipuliert werden kann. Das glauben Sie nicht oder halten Sie für unethisch? Dann fragen Sie sich einmal, wie viele Partygänger mit einem ganz konkreten Ziel an eine Party gehen und dieses Ziel mit allen Mitteln zu erreichen versuchen …
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[Rezi] Mr. Monster – Dan Wells
Ich bin John Cleaver, 16 Jahre alt und Soziopath.
Mr. Crowley, der Dämon, ist tot. Ich habe ihn umgebracht. Leider weiss niemand davon, und ich bin nicht erpicht darauf, es irgendwem zu erzählen. Wer würde mir schon glauben, dass ich einen Dämon getötet habe. Oder dass der nette Mr. Crowley der Dämon gewesen sein soll. Und da ich für beides keinen Beweis habe, lass ich es sein. Ich bin ja nicht verrückt.
Die ganze Stadt weiss jedoch, dass die Morde aufhörten, als ich meinen Psychotherapeuten gerettet (obwohl er bereits tot war), mich dem Serienkiller gestellt und überlebt hatte. Irgendwann zwischen dieser Nacht und jetzt bin ich zu einem Helden geworden. Die Menschen von Clayton County ignorierten mich nicht mehr, sie erkannten mich auf der Strasse. Ich wurde zum Jungen, der alles über Serienkiller weiss und den Clayton-Killer vertrieben hat.
Das und die Tatsache, dass Mr. Monster seit meinem Mord an Mr. Crowley täglich stärker wird, erschweren mir mein Leben zunehmend. Ich kann meine dunkle Seite mit meinen mir auferlegten Regeln nicht mehr eindämmen. Ich muss aufpassen, dass ich nicht plötzlich Brooke an die Gurgel springe, meiner Nachbarin, dem schönsten Mädchen der Schule. Ausgerechnet sie hat ein Auge auf mich geworfen.
Ich brauche ein Ventil. Brandstiften genügt mir nicht mehr. Das ist zu wenig.
Und auf einmal geschieht ein Mord. Ich horche auf. Die Polizei geht nicht von einer sich anbahnenden Mordserie aus. Ich sehe es anders. Es ist eine Botschaft. Die Handschrift eines gerissenen, skrupellosen Wesens. Es wollte dem Mörder von Mr. Crowley (also mir) eine Botschaft schicken …
Ich bin hier. Nimm dich in Acht …
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[Rezi] Ich bin kein Serienkiller – Dan Wells
Ich bin John Cleaver, 15 Jahre alt und Soziopath.
Das letzte sagt zumindest mein Psychiater, aber er hat wohl recht. Ein Soziopath ist jemand, der unfähig ist zur Empathie. Das heisst, ich verstehe die Gefühle von anderen nicht; ich bin Gefühlsblind. Ich habe eigene Gefühle, aber ich weiss nicht, was ich mit denen der anderen anfangen soll, obwohl ich mittlerweile gelernt habe, Gefühle zu lesen.
Deshalb verstehe ich meine Mitschüler nicht so gut. Ich gehe ganz normal zur Schule. Dieses Jahr ist mein erstes am College, aber ich werde wohl auch dort keine neuen Freunde finden.
Stattdessen helfe ich lieber meiner Mom. Ihr und ihrer Zwillingsschwester, meiner Tante, gehört das Bestattungsunternehmen der Stadt und ich helfe aus, wo und wann ich kann.
Letztens ist ein Leichnam reingekommen. Er ist ermordet worden, meint der Gerichtsmediziner. Die Polizei hat ermittelt und ist zum Schluss gekommen, dass die Umstände seines Todes äusserst rätselhaft sind.
Es stimmt mich nachdenklich und als ich meiner Mom beim Präparieren der Leiche helfe, finde ich heraus, dass die Niere fehlt und entdecke eigenartige Kratzspuren, die unmöglich von einem Tier stammen.
Könnte es sein? Könnte tatsächlich mehr hinter diesem Mord stecken als eine Handlung aus dem Affekt? Könnte tatsächlich ein Serienmörder im verschlafenen Clayton County sein Unwesen treiben?
Ich spüre wie das Wesen in mir erwacht. Das böse, hinterhältige, blutrünstige Wesen, das ich in den vergangenen Jahren mit allen Mitteln in den hintersten Winkel meines Bewusstsein habe zurückdrängen können. Ich habe Unmengen an Literatur über die bekanntesten Serienmörder gelesen, um sie zu verstehen, um selbst nicht zu einem zu werden. Und nun ist das Monster in mir doch erwacht.
Ich weiss nicht, ob ich mich mit ihm freuen, oder ob ich es zum Teufel schicken und mich vor mir selbst fürchten soll.
Als Wochen später ein zweiter Leichnam bei uns reinkommt und ich dieselben Kratzspuren, dieselben Indizien wiederfinde, ist es um mich geschehen. Ich muss den Mörder finden …
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