Dies ist die Geschichte des Lindwurms Hildegunst von Mythenmetz von der Lindwurmfeste, wo die besten Schriftsteller ganz Zamoniens herkommen. Mit einem Manuskript im Gepäck, das alle zamonischen Texte in den Schatten stellt, macht er sich auf den Weg nach Buchhaim, der Stadt der träumenden Bücher, um den mysteriösen Verfasser des Manuskripts aufzuspüren, und bei ihm in die Lehre zu gehen.
Weil Mythenmetz ausser dem Hinweis auf Buchhaim und dem Manuskript keine Information über den Autor besitzt, erweist sich die Suche als schwierig. Zudem jagen ihn unverständlicherweise die Antiquare, denen er das Manuskript zeigte, panisch aus ihren Läden. Erst der Literaturagent Harfenstock, der zugibt, mehr von Ziegelsteinen als von Literatur zu verstehen, verweist ihn auf Phistomefel Smeik, eine Koryphäe unter den Buchhaimer Antiquaren und Schriftgelehrten.
Mythenmetz begibt sich in die Altstadt zu Smeiks Laden und Werkstatt, wo sich dieser voller Tatendrang auf das wundervolle Manuskript stürzen will, sogar ohne etwas dafür zu verlangen. Mythenmetz lässt ihn gewähren, allerdings ist ihm nicht ganz wohl bei der Sache. Weshalb, kann er nicht sagen, aber er verdrängt seine Zweifel, Priorität hat das Auffinden des Schriftstellers. Man stelle sich das Privileg vor, als unveröffentlichter Schriftsteller vom grössten Poeten Zamoniens unterrichtet zu werden. Mythenmetz ist aufgeregt wie ein Schuljunge am ersten Schultag, als er am nächsten Tag Smeik aufsucht. Und der Antiquar hat ihm sehr viel zu erzählen …
Schlagwort-Archiv: komisch
[Rezi] Die Stadt der träumenden Bücher – Walter Moers
Permanentlink zu diesem Beitrag: http://ravenport.ch/2010/09/stadt-der-traumenden-buecher/
[Rezi] Wachen! Wachen! – Terry Pratchett
Der von Zwergen adoptierte Karotte Eisengiessersohn erfährt, dass er mit seinen zwei Metern Grösse kein aussergewöhnlich grosser Zwerg ist. Varneschi, ein von den Zwergen frequentierter und befreundeter Händler, offenbart, dass sein Urgrossvater einst in der sagenumwobenen Nachtwache von Ankh-Morpork, der grössten Stadt der Scheibenwelt, tätig gewesen sei. Karotte könne doch auch zur Nachtwache gehen, dort würde er wie ein Mensch leben und zu einem richtigen Mann werden.
Gesagt getan. Karotte erhält von Varneschi ein Buch der gesammelten Gesetze Ankh-Morporks, das er sich als gewissenhafter Zwerg (wenigstens im Geiste) Seite für Seite, Artikel für Artikel zu eigen macht. Karotte fürchtet, nicht aufgenommen zu werden, weshalb ihm sein Adoptivvater ein ausführliches Empfehlungsschreiben aufsetzt. Doch es wäre nicht nötig gewesen. In Ankh-Morpork zerbricht man sich den Kopf, was der arme Junge wohl angestellt hat, um seine Bestrafung zu verdienen. Umso erstaunlicher ist es, dass ihm sein neuer Beruf auch noch zu gefallen scheint.
Leider verscherzt es Karotte sehr schnell mit den Würdenträgern der Stadt, als er den Vorsitzenden der Diebesgilde wegen Raub und Betrug verhaftet und dem Patrizier vorführt. Der Meisterdieb und der Patrizier sind empört. Seit die Diebe von freischaffenden Individualisten zu einer Vereinigung mit streng geregeltem Terminplan und funktionierendem Sozialleistungssystem geworden sind, natürlich mit dem Einverständnis des Patriziers, ist so etwas nicht mehr vorgekommen.
Doch es bleibt glücklicherweise bei einer Verwarnung, als in einem Stadtbezirk auf einmal das Gerücht einer Drachensichtung umgeht und die Überreste von einem verkohlten Opfer gefunden werden. Auf einmal hat die Nachtwache um Hauptmann Mumm alle acht Hände voll zu tun, den Urheber der Zwischenfälle zu finden.
Ohne Karotte wären sie dem Problem doch einfach aus dem Weg gegangen …
Permanentlink zu diesem Beitrag: http://ravenport.ch/2010/09/wachen-wachen/
[FCh-Kurzrezi] Gevatter Tod – Terry Pratchett
Mort ist ein eigenartiger Junge. Er denkt einfach zu viel, scheint zwei linke Hände zu haben und mehr Knie- und Ellenbogengelenke als jeder normale Mensch. Sein Vater ist verzweifelt. Mort sollte eine Lehre bei einem guten Meister absolvieren. Er hat das richtige Alter. Aber wer würde sich schon erbarmen, diesen Jungen aufzunehmen? Dennoch macht sich sein Vater mit ihm auf den Weg in die Stadt, um einen Lehrmeister zu finden.
Kurz bevor die beiden ohne Erfolg zurück nach Hause gehen wollen, nähert sich Mort ein schwarz gewandeter Reiter. Er führt eine Sense mit sich und als er über die Pflastersteine schreitet, klingt es wie wenn Stein auf Stein schlägt.
Der Vermummte ist an Mort interessiert und wie sich herausstellt, ist er niemand Geringeres als der Tod höchstpersönlich. DER Tod, der die Seelen der Verstorbenen ins Jenseits begleitet. Er mag die rasche des Jungen und seine Fähigkeit Übernatürliches als solches zu akzeptieren, statt es zu ignorieren.
Mort erklärt sich einverstanden – was bleibt ihm für eine Wahl? – und zusammen reiten sie auf Tods Pferd Binky in die Nacht hinaus zu Tods Anwesen irgendwo im Nirgendwo, wo Mort das Handwerk des Sensenmanns erlernen soll.
Permanentlink zu diesem Beitrag: http://ravenport.ch/2010/08/gevatter-tod/





