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[Film-Rezi] Inception – Christopher Nolan

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Poster zu „Inception“
© Warner Bros. Pictures

In nicht allzu ferner Zukunft wird ein Gerät entwickelt, das es ermöglicht, in die Traumwelt eines Menschen einzudringen. Shared Dreaming ist der englische Ausdruck, gemeinsames/geteiltes Träumen. Statt das Gehirn im Traum walten zu lassen in seinem Zirkel des gleichzeitigen Erschaffens einer Umgebung und der Wahrnehmung derselben, greifen die Eindringlinge in den Schaffensprozess ein und generieren ein Umfeld nach ihren Wünschen.
 
Das Opfer ahnt nichts von diesem Eingriff und seine mentalen Barrieren sind geschwächt. Die ideale Angriffsfläche um dem Opfer Informationen zu extrahieren, die es lieber für sich behalten würde. Kontodaten, Passwörter, Betriebsgeheimnisse, geheime Pläne, die Liste liesse sich endlos weiter führen.
 
Dom Cobb (Leonardo di Caprio) ist ein Extraktor. Nicht irgendeiner, sondern einer der besten überhaupt. Eine seiner gängigsten Methoden ist es, nicht in der regulären Traumwelt zu verweilen, sondern noch eine Ebene tiefer nach Informationen zu suchen. Dort ist die Abwehr des Opfers noch schwächer, aber die Extraktion erfordert mehr Fingerspitzengefühl.
 
Der Geschäftsmann Saito (Ken Watanabe) wird auf Cobb aufmerksam und bietet ihm einen gewagten Auftrag an: Es ist Gang und Gäbe Informationen aus den Gehirnen von wichtigen Personen zu extrahieren, aber wie verhält es sich mit dem Gegenteil, nämlich eine Information einzupflanzen, eine Inception?
 
Cobb ist nicht bereit, den Auftrag anzunehmen, bis ihm Saito anbietet, die Einreisesperre in sein Heimatland aufzuheben, wodurch Cobb endlich wieder seine beiden Kinder in die Arme schliessen, in ihre Gesichter sehen könnte.
 
Doch das Unterfangen ist keineswegs einfach. Es gab schon unzählige Versuche, eine Inception zu bewerkstelligen, aber alle endeten erfolglos. Alle bis auf eine einzige, wobei bei diesem Versuch das Ende ein fatales war. Aber Cobb sieht in Saitos Vorschlag die einzige Möglichkeit in sein Heimatland zurückzukehren, ohne lebenslänglich ins Gefängnis gesperrt zu werden. Er muss das Wagnis eingehen …

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[Meta] Schreib über das, was du kennst

Schreib über das, was du kennst.
 
Diesen Satz hab ich schon oft in Schreibratgebern gelesen, aber ich habe nie ganz begriffen, was er bedeutet. Bis jetzt zumindest …
Ich meine: Wenn du Fantasy schreibst oder Science-Fiction, wie sollst du dann über fabelhafte Wesen und Monster schreiben, über Magie oder dann über Raumschiffe, Androiden und Aliens? Das ginge doch gar nicht. Also habe ich den Satz einfach ignoriert und munter vor mich hinfantasiert in meinen Geschichten.
 
In folgendem Artikel mache ich mir Gedanken, dass es in diesem Satz nicht um Fachwissen geht, sondern um etwas sehr viel Zentraleres: Um den Menschen. Jede Geschichte handelt von Menschen (oder menschähnlichen Wesen), die miteinander und gegeneinander agieren und interagieren. Nimmt man den Rahmen einer Fantasy- oder Sci-Fi-Geschichte weg und betrachtet nur die Menschen, dann merkt man auf einmal, wie sie sich in ihren Grundzügen gar nicht so sehr von uns echten Menschen unterscheiden. Eigentlich überhaupt nicht.
 
Ich bin davon überzeugt, dass ein Autor nicht ein armer Irrer in seinem stillen Kämmerlein ist, der mit seinen Hirngespinsten ringt, sondern jemand, der mit offenen Sinnen durch die Welt marschiert, beobachtet, analysiert und seine Erkenntnisse bewusst oder unbewusst in seine Geschichten einflechtet.
 
Ohne echte Menschen, ohne echte Erlebnisse bewegst du dich als Autor im Kreis, wärmst immer wieder von neuem deine Figuren auf, die sich aus irgendwelchen bruchstückhaften Erinnerungen zusammensetzen, und erzählst dem Leser nichts, das er nicht bereits weiss.
 
Aus diesen Gedanken heraus nehme ich den erwähnten Satz auseinander und möchte dich an meinen Gedankengängen teilhaben lassen. Ich glaube, dass du als Autor mehr kennst, als du dir zutraust, wenn du nur ein bisschen besser hinschaust oder -hörst. Und vielleicht kann ich dich mit meinen Gedanken sogar zum Grübeln bringen.
 
Wenn du mehr wissen willst, lies meinen Artikel. Ich habe auch einige Beispiele parat, die meine Überlegungen veranschaulichen werden.
Ich wünsche viel Spass und freue mich auf deine Rückmeldung!

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[Meta] Der Erzähler und seine Brille

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Die Welt durch die Brille eines anderen
© westphalen, flickr.com

Ich habe sehr lange gedacht, dass es ein Hauptziel des Autors ist, möglichst präzise wiederzugeben, was in der Romanwelt geschieht. Das ist nicht grundsätzlich falsch, möchte man doch schöne Landschaften, dreckige Slums, kurzum: aussergewöhnliche und mitteilungswürdige Schauplätze möglichst realitätsgetreu (sofern sie real existieren) oder möglichst plastisch (sofern sie erfunden sind) beschreiben und im Kopf des Lesers entstehen lassen. Schliesslich hat man sich schon die Mühe gemacht, genau zu recherchieren oder hat sich hunderte von Karten und Skizzen gezeichnet, da soll der Leser von dieser Arbeit auch etwas sehen. Doch wie viel soll man als Autor von der Welt zeigen? Wann ist es zu viel, wann zu wenig?
Ich denke, dass das für viele Romane die falschen Fragen sind. Es geht doch gar nicht darum, der erschaffenen Welt an sich gerecht zu werden, sondern der Welt wie sie der Erzähler sieht.

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